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2017

In diesem Jahr leuchten die Glühwürmchen - wohl aufgrund der warmen Frühjahrstemperaturen - etwas früher als in andern Jahren.


Zwei neue amerikanische Leuchtkäfer-Bücher:

Sara Lewis: Silent Sparks. Princeton University Press, Princeton 2016
> http://press.princeton.edu/titles/10667.html

Sara Lewis ist eine der weltweit führenden Leuchtkäferforscherinnen und lehrt an der Tufts University (bei Boston), deren Motto passenderweise "Pax et Lux" (Frieden und Licht) lautet. In "Silent Sparks" fasst sie den aktuellen Stand des Wissens bezüglich Leuchtkäfer in seiner ganzen thematischen Breite zusammen. Lewis schafft es, in ihrem sorgfältig illustrierten Buch komplexe biologische, ökologische und biochemische Zusammenhänge verständlich darzustellen, beschäftigt sich auch mit der kulturellen Bedeutung der fireflies und kennt nicht nur die nordamerikanische Leuchtkäfer-Forschung, sondern auch diejenige der andern Kontinente - selbst die Glühwürmchen im "tiny Swiss village of Biberstein" finden Erwähnung.
Sehr empfehlenswert, zeichnet sich nicht nur durch präzise Informationen aus, sondern lässt immer wieder auch spüren, dass sich die Autorin nach wie vor von der Erscheinung der biolumineszenten Käfer verzaubern lässt - so betitelt sie das Vorwort mit "Confessions of a scientist enraptured" (Bekenntnisse einer verzückten Wissenschafterin).
Ca. 40 CHF, lässt sich in jeder Buchhandlung bestellen.

Lynn Frierson Faust: Fireflies, Glow-worms, and Lightning Bugs. The University of Georgia Press, Athens 2017
> http://www.ugapress.org/index.php/books/fireflies

Als Kind sass Lynn Faust im Sommer jeweils vor der Hütte, die ihre Familie in den Wäldern des Smoky Mountain (Tennessee) besass, und bestaunte synchron blinkende Leuchtkäfer - in einer Zeit, als die Fachwelt der Meinung war, synchron blinkende Leuchtkäfer kämen nur an den Ufern südostasiatischer Flüsse vor. Unterdessen ist Faust zu einer der renommiertesten Kennerinnen der Leuchtkäferfauna geworden, arbeitet mit Universitäten zusammen (nicht zuletzt mit Sara Lewis), reitet auf ihrem Pferd Duke durch die Landschaft, beobachtet Lightning Bugs und erstaunt die Fachwelt immer wieder durch neue Entdeckungen - etwa von Leuchtkäfern, die im Winter aktiv sind oder ausgewachsenen Tieren, die Seidenpflanzen (Asclepias sp.) besuchen, offenbar um sich mit Substanzen zu versorgen, die der Produktion von giftigen Abwehrstoffen dienen.
Faust Buch widmet sich - ebenfalls sehr schön illustriert und verständlich geschrieben - in einem einleitenden Teil ausführlich dem Leben und Sterben der Leuchtkäfer im Allgemeinen, während im Hauptteil rund 75 nordamerikanischen Spezies porträtiert werden.


2016


Kunstlicht verscheucht Glühwürmchen-Männchen.

In einer Semesterarbeit am Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR) der ZHAW hat Christian Lusti gezeigt, dass LEDs, die weibliche Glühwürmchen simulieren, im Lichtkegel von Lampen nicht oder kaum angeflogen werden. > mehr

Glühwürmchen Festival 2016

An der Fachtagung „Glühwürmchen - Ökologie und Naturschutz“ haben rund 50 Interessierte teilgenommen. Eröffnet wurde sie mit einem wunderbaren Referat des englischen Glühwürmchen-Spezialisten John Tyler. Weitere ReferentInnen beleuchteten in Vorträgen auf Hochdeutsch, Italienisch und Lözärnertüütsch ganz unterschiedliche Aspekte der Verbreitung, Erforschung und Förderung der heimischen Leuchtkäfer (Programm und Zusammenfassungen).

Zum Abschluss des Glühwürmchen-Festivals inszenierten Studierende der ZHdK ein phantastisches Lichtspiel: „Sommernachtsglühen“, eine „pyroszenische Metamorphose“, lockte bei bestem Wetter über Tausend ZuschauerInnen an. > mehr


Wädenswil - Studentenaktion

Masken über den Lampen einer (relativ neuen und ziemlich überflüssigen) Wegbeleuchtung bei der Hochschule Wädenswil. > mehr