Vernetzungsprojekt Dübendorf Schwerzenbach
 
 

Situation 2003

==> Glühwürmchen Projekt
 
 

Gut strukturierte Landschaft

Eine Vielzahl von ökologisch wertvollen Elementen macht die Landschaft zu einem reichhaltigen Lebens- und attraktiven Erholungsraum:

Wiese und Feuchtwiese im Vordergrund, Kraut- und Staudensaum am Bahnbort, Büsche und Bäume hinter den Geleisen, Hecke mit vorgelagertem Saum am Hügelfuss und magere Abruchstelle an der Hügelkuppe (Heidenriet, Schwerzenbach).



 

Vielfalt an Kleinstrukturen

Abwechslungsreiche Gliederung im Bereich Alte Landstrasse Schuelbungert (Gfenn, Dübendorf): Gehölze und offene Flächen, Steingitterkörbe und der Böschung vorgelagerte Steinriegel, gemähte Wiesenflächen und Altgrasbestände schaffen für Glühwürmchen und zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten gute Lebensbedingungen.

Sorgfalt prägt hier nicht nur die Ausgestaltung der Landschaft, sondern auch Unterhalt und Pflege: Vor der Mahd werden etwa alle Nester von Wiesenameisen markiert und beim Schnitt verschont. So gelingt es dem Grünspecht, der für die Aufzucht der Jungen auf Wiesenameisen angewiesen ist, Jahr für Jahr seinen Nachwuchs durchzufüttern.



 
 


 
 

Rückzug ins Altgras

Gerade im trockenen Sommer 2003 zeigte sich, wie wichtig das Angebot an mikroklimatisch ganz unterschiedlichen Stellen auf kleinem Raum sein kann. Schattige Bereiche und nicht gemähte Altgrasinseln (Viereck im Mittelgrund) bieten Glühwürmchen und Schnecken, ihren Futtertieren, Rückzugsmöglichkeiten. Am Rand solcher Stellen konnten auch in diesem Extremjahr leuchtende Glühwürmchen beobachtet werden.

Blick von der Alten Landstrasse in Richtung Schwerzenbach.



 
 

Blumen, Insekten, Reptilien und Vögel

"Eigentlich schade", stellte vor ein paar Jahren ein alter Bauer fest, "Wiesel und Glühwürmchen sieht man fast keine mehr."

In Landschaften wie beim Rebenbuck / Langächer, wo Hecken von Magerwiesen, Stein-und Altholzstreifen sowie einem Mosaik von Wildkrautfluren oder Buntbrachen begleitet werden, fühlen sich auch Wiesel, Eidechsen und eine Vielzahl anderer, oft seltener Arten wohl.

Als Zielart ist das Glühwürmchen im praktischen Naturschutz nicht zuletzt daher wertvoll, weil in einem "Mitnahmeeffekt" auch andere bedrängte Arten gefördert werden können.



 
 
 
 

Feuchtwarm

Schnittguthaufen am Heckensaum ziehen nicht nur Schnecken an, sondern werden gerne auch von Glühwürmchen aufgesucht, die von Nahrungsangebot und Gährungswärme profitieren. Auch als Verpuppungsplätze scheinen solche Haufen beliebt zu sein.



 
 

Sonne auf Erden

Glühwürmchen brauchen wie viele andere Insekten - in ihrem Lebensraum Stellen, wo die Sonne den Erdboden direkt erwärmen kann. Bei der Anlage von mageren Wiesenstreifen und Wildkrautfluren wird daher oft ein Teil des Humus abgetragen und zur Verbesserung benachbarter Äcker zur Verfügung gestellt. Auf den nährstoffarmen, kiesigen Böden kann sich dann eine lückige, magere Vegetation entwickeln..
 



 
 
 
 
 

Glühwürmchen Projekt, Hallwylstrasse 29, 8004 Zürich

www.gluehwuermchen.ch

Stefan Ineichen, Herbst 2003