2003 - Schrämmli - Phosphaenus-Larven (siehe Bemerkung ganz unten)
Seit ein paar Jahren aufgestapelt, lagen an sonniger Lage im Garten Granitplatten und dienten verschiedenen Tieren als Unterschlupf. Als die Platten Ende März ihrer Bestimmung als Bodenbelag zugeführt worden, sind deren Spuren beim Abbau des Stapels sichtbar geworden.

In den Schichten fanden sich 2 kleine Haufen mit geknackten Schneckenhäusern, Haselnüssen und wenig Kirschkernen. Auch Ansammlungen von Mull aus vermutlich Astersamen kamen zum Vorschein. In der untersten Schicht schliesslich fand sich in eben solchem Mull eine etwa 1,5 cm lange, muntere Leuchtkäferlarve. Ausserdem gab es vereinzelt intakte, noch verdeckelte, nicht näher bestimmte Glanzschnecken und einen ca. 8 cm langen toten Regenwurm.


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Kurzflügelleuchtkäfer in Zürich - und im Netz

Raphael de Cock, dem belgische Leuchtkäferforscher, ist bei der Durchsicht unserer Website aufgefallen (Mail Juli 06), dass es sich bei den Larven aus Schrämmlis Garten nicht um Grossen Glühwürmchen handelt, sondern um solche des Kurzflügelleuchtkäfers (Phosphaenus hemipterus). Das ist bei aller Unschärfe der Fotos (Aus Heinz Schrämmlis Garten 1) daran ersichtlich, dass Schrämlis Larven die für  Grosse Glühwürmchen-Larven typischen orangen Punkte am Hinterende jedes Segmentes fehlen. Und das erklärt auch, weshalb in diesem Garten trotz Anwesenheit von Larven nie männliche Grosse Glühwürmchen mit LED-Fallen gefangen werden konnten.