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Leuchtkäfer ansiedeln

...keine gute Idee!

Die Umsiedlung von Glühwürmchen ist auch Fachleuten oft misslungen und daher nicht zu empfehlen. Die Schwierigkeiten beginnen damit, dass von Glühwürmchen-LiebhaberInnen gelegentlich versucht wird, leuchtende Weibchen des Grossen Glühwürmchens einzusammeln und etwa im eigenen Garten anzusiedeln, was dort, wo die zur Fortpflanzung benötigten Männchen fehlen, einfach zum Tod der Weibchen führt und keineswegs zur Begründung einer neuen Population. Zudem sind die bestehenden Populationen oft so klein, dass das Absammeln von Individuen nicht zu verantworten ist.

Alle einheimischen Leuchtkäferarten leben mehrere Jahre lang als Larven. In dieser Zeit fressen sie – vor allem Schnecken.

Die erwachsenen Individuen leben nur etwa 2 Wochen lang; in dieser Zeit fressen sie nicht (sie haben keine Mundwerkzeuge), sondern sind ausschliesslich mit Fortpflanzung beschäftigt.

Wenn man also Leuchtkäfer ansiedeln möchte, dann müsste man

- eine Landschaft schaffen, die reich an Schnecken ist

- und eine Landschaft schaffen, gleich angrenzend an die Schnecken-Landschaft, in der sich die erwachsenen Individuen leicht finden können.

Doch selbst Fachleuten gelingt es nicht immer, die Eignung eines Areals für eine erfolgreiche Ansiedlung von Glühwürmchen richtig einzuschätzen.

Empfehlenswert ist es dagegen, im Garten oder einem andern Grünraum Bedingungen zu schaffen, die eine allfällige Besiedlung durch Individuen aus der Umgebung erleichtert oder ermöglicht. Es sind Fälle bekannt, wo eine selbstständige Zuwanderung in geeignete Lebensräume tatsächlich stattgefunden hat. Und selbst, wenn die Glühwürmchen auf sich warten lassen – die entsprechenden Förderungsmassnahmen nützen einer Vielzahl von Arten und tragen zu Biodiversität bei. Glühwürmchen fördern!