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Kurzflügel-Leuchtkäfer, Phosphaenus hemipterus
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  • Eier
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  • Weibchen
  • Männchen

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Lebensraum:
Wiesen, Flussauen, Trockenhänge, Böschungen, Gärten und Parks; im Laub, unter Steinen und Wurzeln, im Humus

Verbreitung:
Mittelmeergebiet, Mitteleuropa bis Atlantik, Südskandinavien, auch England, auch nach Nordamerika eingeschleppt
Schweiz:

wohl weit verbreitet, aber da unscheinbar und unterirdisch nur selten bemerkt

Eier:
Eiablage am Boden, gern an Graswurzeln, in Waldboden, Entwicklung etwa 1 Monat


Larven: 

meist nachtaktiv, gelegentlich auch tagsüber zu beobachten. Ähnlich wie die Larven des Grossen Glühwürmchens, jedoch ohne die Reihe oranger oder hellrötlicher Punkte beidseitig des Rückens, etwas glänzender und schwärzlicher, auch schlanker gebaut und eher kleiner. Die unter der Lupe sichtbaren Mundwerkzeuge (Zangen) sind rötlich und fast rechtwinklig gebogen, während andere Leuchtkäferlarven, die Schnecken fresssen, sichelförmige Zangen haben. siehe auch: Larven im Herbst 2007


Bild 13.8.2009, H. Niederhauser

siehe auch Vergleich der Larven verschiedener Arten

Ernährung:
von Regenwürmern (nach Raphael De Cock); ältere Beschreibungen, wonach Schnecken gefressen werden, konnten nicht bestätigt werden. Auch Würmer, die 10x länger sind als Larve, werden angenommen.

Puppen:
Verpuppung im Mai, dauert eine gute Woche

Weibchen:
bis 10 mm
flügellos, flugunfähig
nur feine Leuchtpunkte (wie Larve), scheint Männchen auf andere Weise anzulocken (Geruch)
Tod ein paar Tage nach Paarung (und nach Eiablage)
 
Männchen:
6 bis 8 mm
mit Flügelstummeln, jedoch ebenfalls flugunfähig, kleine Augen, grosse Antennen (Geruchswahrnehmung!). Hauptaktivität am Nachmittag
Tod kurz nach Paarung



Leuchten:
Von sich aus leuchten nur die Larven, ähnlich wie die Larven des Grossen Glühwürmchens mit zwei kleinen, punktförmigen Leuchtorganen. Männchen leuchten gelegentlich, wenn sie gestört werden (ebenfalls mit zwei Punkten). Am ehesten ist das Leuchten der Larven im Spätsommer und im Frühherbst zu beobachten, schon in der ersten Nachthälfte, am häufigsten jedoch etwa von 0200 bis 0400 Uhr. Nach einigen Sekunden Leuchten folgen unregelmässig lange Pausen. Nur an dunklen Stellen sichtbar, auf Wegen und im Laub unter Bäumen und Büschen (nach Raphael De Cock).



Weibchen,Männchen